Alljährlich wird rund um den 15. November in Klosterneuburg das Leopoldifest gefeiert. Der hl. Leopold ist Landespatron von Niederösterreich und liegt im Stift Klosterneuburg begraben.

Der kühne Traum Kaiser Karls VI. ging nicht in Erfüllung: 1730 hatte der Bau des „österreichischen Escorial“ – einer Klosterresidenz nach dem Vorbild des Escorial bei Madrid – begonnen. 1740 starb der Kaiser überraschend. Der Weiterbau wurde eingestellt, weder seine Tochter und spätere Nachfolgerin, Maria Theresia, noch das Stift hatten Interesse an einer Weiterführung.

Unvollendet blieb damals auch der Ausgang in den Park zur Sala terrena, dem Riesensaal. In diesem Raum hatte zwar Hofbildhauer Lorenzo Mattielli (1688–1748) die acht tragenden Atlanten geschaffen, doch sonst existierte nur das nackte Mauerwerk aus Ziegeln – bis zu den im Jahr 2005 beginnenden Restaurierungsarbeiten.

2006 konnte der neue Besuchereingang, die Sala terrena der Öffentlichkeit übergeben werden. Der Umbau wurde 2008 mit dem Denkmalschutzpreis der Europäischen Union, dem Europa Nostra-Preis, ausgezeichnet.

Neben den zahlreichen Vergnügungsbuden, Glühwein- und Imbissbuden zählt vor allem das traditionelle Fasslrutschen über das 1.000 Eimer Fass im Binderstadl im Chorherrenstift Klosterneuburg zu einer der bekanntesten Attraktionen des Festes. Dieses fünf Meter lange und vier Meter hohe Riesenfass wurde im Jahre 1704 angefertigt und hat eine Füllmenge von 56.000 Liter!

Die Stiftskirche Klosterneuburg des niederösterreichischen Augustiner-Chorherren-Stiftes Klosterneuburg ist eine ehemalige dreischiffige Basilika mit Querhaus. Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer Saalkirche umgebaut und erhielt um 1890 weitgehend ihr heutiges Erscheinungsbild. Sie hat einen romanischen Ursprung mit gotischen Ergänzungen und ist innen barockisiert.

Der römisch-katholische Sakralbau wurde am 24. September 1936 von Papst Pius XI. mit dem Apostolischen Schreiben Inter praeclara pietatis in den Rang einer Basilica minor erhoben.

An der westlichen Seite des Leopoldihofs befindet sich der ehemalige, zweigeschossige Palast des Markgrafen Leopold III., der zu Beginn des 12. Jahrhunderts errichtet wurde und dem markgräflichen Paar als Residenz diente. In späterer Zeit wurde dieser Bau mehrfach umgebaut. So kamen im späten 15. Jahrhundert etwa der gotische Erker, die Vorhalle und die Kreuzstockfenster hinzu.

Besonders beeindruckend ist der Kreuzgang, der zwischen 1250–1350 entstand und mit einem sechsteiligen Kreuzrippengewölbe versehen wurde. Nach dem katastrophalen Brand von 1330 wurde er ursprünglich mit wertvollen Glasmalereien ausgestattet, von denen sich heute noch einige Fragmente im Stiftsmuseum und in der Leopoldskapelle erhalten haben. Der Kreuzgang wurde zwischen 1869 und 1881 restauriert.

Der Verduner Altar, auch Klosterneuburger Altar genannt, wurde 1181 von Nikolaus von Verdun gefertigt. Das Emailwerk, welches im Stift Klosterneuburg aufbewahrt wird, stellt einen Höhepunkt der mittelalterlichen Goldschmiedekunst dar, weist ein kompliziertes inhaltliches Programm auf und ist von größter künstlerischer Bedeutung.

Imbissbuden, Ringelspiele und die traditionelle Leopoldi-Weinkost locken Gäste von nah und fern nach Klosterneuburg.

In der Babenbergerhalle bieten die Winzer der Region ihre vortrefflichen Weine an.

Die Vinothek des Weingutes Stift Klosterneuburg ist ein besonderer Anziehungspunkt für Freunde ausgezeichneter Weine. Die Verbindung von historischer Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert und moderner Innenarchitektur bildet den idealen Rahmen für kultivierten Weingenuss: Ab Hof­ Preise für über 50 Weine, Sekte, Spirituosen und naturtrübe, sortenreine Apfelsäfte; regionale Spezialitäten, erlesene Essige, Öle, Pestos, Honige oder Schokoladen.