Am Mittwoch, dem 29. April 2015, fuhren Obmann Leo Schmid und Helmut Weigert in die Weststeiermark, um das Theaterdorf St. Josef zu besuchen.

Auf der Hinfahrt wurde ein Zwischenhalt bei der Firma Schirnhofer in Kaindorf gemacht.

Gegen 11:15 kamen wir in St. Josef an.

Die Gemeinde St. Josef (Weststeiermark) liegt im weststeirischen Hügelland zwischen 313 m und 423 m Seehöhe. Ca. 25 km südwestlich von Graz gelegen, erreichten wir die Gemeinde St. Josef über die A2-Südautobahn Abfahrt Lieboch.

Trotz der Nähe zur Landeshauptstadt Graz hat sich St. Josef (ca. 1.477 Einwohner) auf Grund seiner Lage abseits der Hauptverkehrswege Ruhe und Ursprünglichkeit bewahrt, die dem Gast einen angenehmen Aufenthalt bietet.

Mit der Positionierung als „Theaterdorf“ wurden in den letzten Jahren touristische Impulse gesetzt.

An Sehenswürdigkeiten sind die röm.-kath. Pfarrkirche und das Schloss Rohrbach zu erwähnen. Erst 1850 ging der Wunsch der St. Josefer in Erfüllung und sie begannen mit dem Bau einer eigenen Kirche. Im Jahre 1858 wurde die Kirche zum Hl. Josef geweiht, als Jahr der Fertigstellung gilt 1861.

Um 11:30 waren wir mit dem Bürgermeister von St. Josef Herrn Franz Lindschinger verabredet.

Er unternahm mit uns eine Ortsrundfahrt und berichtete über seine Gemeinde.

Alljährlich im Sommer gibt es die Aufführungen vom "Theater im Bauernhof". In diesem Jahr wird das Stück "Suche Mann für meine bessere Hälfte" (Lustspiel von Beate Irmisch, Bearbeitung Ronald Statthaler ) geboten.

Die THEATERRUNDE - VOLKSBÜHNE ST. JOSEF, die das Theater im Bauernhof betreibt, wurde im Jahr 1922 gegründet und ist damit eine der ältesten Volkstheatergruppen der Steiermark. Der 2. Weltkrieg unterbrach die Spieltätigkeit für eine kurze, schlimme Zeit, konnte aber bereits 1947 unter dem Spielleiter Karl Trausner wieder aufgenommen werden. Gespielt wurde das Stück "Der Heimkehrer".

Die Gründung des "THEATER IM BAUERNHOF" fällt in das Jahr 1973, zunächst im Zedlschneiderhof, seit 1986 im Weisshof in Koglberg, der im Besitz des verdienten und beliebten Spielers Rudi Sudi steht.

Der österreichweit einzigartige „Theaterweg“ ladet auf 16 Spielstationen zum aktiven Theaterspiel ein, von spielerischer Körpererfahrung bis zum gereiften Rollenspiel. Ergänzend zum „erlebnisreichen“ Theaterweg gibt es zwei weitere malerische Rundwanderwege (5 und 9 km). Die gut markierten Routen durch die reizvolle Naturlandschaft rund um das Theaterdorf St. Josef dienen der Entspannung und dem Genuss.

Nach der Ortsbesichtigung wurden wir zu einem Mittagessen eingeladen.

Wir danken für die freundliche Aufnahme in St. Josef und wünschen Bgm. Lindschinger und seinem Team eine erfolgreiche Zukunft.