Nach dreijähriger Bauzeit ist die Donaubrücke Traismauer fertiggestellt: Das 6,6 Kilometer lange Bauwerk , ein "Herzstück" des großräumigen Autobahnen- und Schnellstraßenrings um Wien, wird am 29. Oktober 2010 gefeiert und am 31. Oktober 2010 eröffnet.

Die Brücke verbindet S5 und S33 (Stockerauer und Kremser Schnellstraße) und schließt damit, überregional gesehen, die Nord- an die Westautobahn an.

Durch die leistungsfähige Verkehrsachse wird auch die Erreichbarkeit im niederösterreichischen Zentralraum verbessert. Für von der S5 kommende Auto- und Lkw-Fahrer verkürzt sich nun die Fahrzeit um etwa eine Viertelstunde, da sie sich den bisherigen "Umweg" von rund 14 Kilometern über die Donaubrücke Krems ersparen, was wiederum weniger Verkehrsbelastung für die Kremser bedeutet. Entlastet werden soll aber auch die B19, eine Schwerverkehrsroute im Tullnerfeld.

Im Oktober 2006 wurde mit den Vorarbeiten - u.a. archäologische Rettungsgrabungen, Räumung von Kriegsrelikten, Rodungen, Leitungsumlegungen und die Herstellung von Stillgewässern - begonnen, seit November 2007 wurde gebaut. Errichtet wurden je zwei Richtungsfahrbahnen plus Abstellstreifen mit einer Betonleitwand als Mitteltrennung. Der Abschnitt über den Fluss ist 1,1 Kilometer lang, die gesamte, 24 Brückenobjekte zählende Strecke wurde mit Lärmschutzwänden und -dämmen ausgestattet. Da die Trasse mit den Tullnerfelder Donauauen ein Natura 2000-Gebiet quert, wurden laut Asfinag die Vorschreibungen aus UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) und NÖ Naturschutzgesetz zum Schutz von Brutvögeln und des Freiraumes umgesetzt.

Zwei Tage vor der Verkehrsfreigabe am 31. Oktober lädt die Asfinag die Bevölkerung zu einem Eröffnungsfest direkt auf der Brücke: Am 29. Oktober werden ab 12.00 Uhr u.a. Musik, Leistungsschauen der Asfinag und der Blaulichtorganisationen sowie Unterhaltung für Kinder geboten. Sportliche Besucher können an einem Brückenlauf über die Distanz eines Viertel-Marathons teilnehmen.